Wissenswertes über Kren

Kren ist ein Wurzelgemüse, welches sich vor allem durch den würzigen Geschmack und der einzigartigen Schärfe auszeichnet. Die Bezeichnung Kren kommt aus dem Slawischen „krenas“ und bedeutet so viel wie „weinen“. Die ätherischen Öle des Krens werden erst beim Reiben freigesetzt, und verleihen dem Gemüse die unverwechselbare „beißende“ Schärfe, die schon mal auch einem „g'standenen Mannsbild“ die Tränen in die Augen treiben kann. Er ist der unangefochtene Star jeder Brettljause bzw. Osterjause und kommt auch wieder immer häufiger in der österreichischen warmen Küche zum Einsatz. Einige Rezepte haben wir HIER für Sie zusammengestellt.

Unser Kren für Ihre Gesundheit

INHALTSSTOFFE DES STEIRISCHEN KREN

Vitamin C: der Vitamin-C-Gehalt vom frischen Kren ist etwa doppelt so hoch, wie der einer Zitrone
Die Vitamine B1, B2 und B6
Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor
Senfölglykoside (Sinigrin und Gluconasturtiin)
Allicin
Flavone
Ätherische Öle (aus denen sich Senföle bilden)

Die Senföle, Vitamine und Mineralstoffe im Kren wirken desinfizierend, reinigend, durchblutungsfördernd und antibakteriell. Die Vitamine des Krens und seine ätherischen Öle mit dem Wirkstoff Sinigrin haben antibiotische Wirkung und machen ihn zu einem empfohlenen Vorbeugemittel gegen Erkältungen. Außerdem stärkt er die Abwehrkräfte und wirkt Husten lösend.

Äußerlich wird er als Breiumschlag bei Rheuma, Gicht, Insektenstichen, Ischiasschmerzen und anderen Nervenschmerzen eingesetzt. Kren ist also eine Art natürliches Antibiotikum, deshalb erhielt er auch den Namen „Penicilin des Gartens“. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte Kren deshalb öfter auf der Speisekarte stehen.

Kren fördert die Nierentätigkeit, hilft bei Blasenleiden, Nierenbeckenleiden, ableitenden Harnwegsentzündungen und regt die Verdauung an. Bei zu hohem Cholesterinspiegel hilft er die Blutwerte zu senken und die Triglyceride zu normalisieren, indem er günstig auf die Absonderung des Gallensaftes wirkt.

Krenanbau

Der Krenanbau ist für die steirischen Krenproduzenten einer der arbeitsintensivsten Kulturen im Agrarbereich. Für einen Hektar werden bis zu 1.000 Arbeitsstunden benötigt.

Im Frühjahr - Mitte März bis Mitte April - werden die kräftigen Seitenwurzeln, in der Steiermark „Fechser“ genannt, angepflanzt. Diese fallen bei der vorhergegangenen Krenernte an und werden über den Winter gelagert.

Mit Juni fängt das sogenannte „Kren heben“ an, dabei werden die Wurzeln durch mühevolle Handarbeit freigelegt. Bis auf den stärksten und kräftigsten Trieb werden alle anderen Triebe-Seitentriebe abgerieben oder abgeschnitten.
Damit erzeugt man die glatten, gleichmäßigen Krenstangen mit leicht gebogenem Kopf, die bezeichnend für den steirischen Kren g.g.A. sind.

Kren heben - die Wurzeln werden in Handarbeit freigelegt.

„Kren ausbaun“ ist in der Steiermark die Ernte des Krens. Dies geschieht im Spätherbst (Oktober bis November) mithilfe eines Rodegerätes, welches die Krenwurzeln aushebt und auf die Ackeroberfläche legt. Nicht der gesamte Kren wird ausgebaut, ein Teil bleibt über den Winter im Acker um im Frühjahr (Februar bis März), passend zu Ostern, frisch geerntet zu werden. Die Wurzelstangen werden von Seitenwurzeln und überschüssiger Erde gesäubert. Für den Frischmarkt wird der Kren gewaschen und foliert. Bei einer Temperatur von -2°C kann der Kren lange Zeit in Kühlräumen gelagert werden. Der Kren ist durch die gute Lagerfähigkeit ganzjährig erhältlich.

Kochen mit Kren

Der steirische Kren ist neben seinem herausragendem Geschmack vielfältig in seiner Anwendung in der heimischen Küche.
Immer öfter werden kreative Rezeptideen mit Kren geboren: Entdecken Sie die scharfe Wurzel für kreativ-geschmackvolle Küchenkreationen.